Wissen · Werkzeuge
Beide verbinden Ihre Tools miteinander. Sie unterscheiden sich bei Kosten, Hosting und Grenzen. Fünf Fragen, mit denen Sie die Entscheidung in zehn Minuten treffen.
Wenn ein Betrieb anfängt, Abläufe zu automatisieren, landet sie fast immer bei einem von zwei Werkzeugen: Make oder n8n. Beide tun im Kern dasselbe. Sie verbinden Ihre Tools, zum Beispiel Mailprogramm, CRM, Kalender und Slack, und führen Schritte automatisch aus, sobald etwas passiert. Beide bedienen Sie über eine visuelle Oberfläche, in der Sie Bausteine verbinden. Trotzdem sind es sehr unterschiedliche Entscheidungen.
Make (früher Integromat) ist ein reiner Cloud-Dienst. Sie legen ein Konto an, verbinden Ihre Tools und bauen das erste Szenario in einer Stunde. Die Oberfläche ist ausgereift, die Zahl fertiger App-Anbindungen groß, die Dokumentation gut. Für einfache, lineare Abläufe ist das die kürzeste Strecke.
Der Haken steckt im Preismodell. Make rechnet nach Operationen ab: Jeder Baustein, der in einem Durchlauf ausgeführt wird, zählt. Ein Ablauf mit acht Schritten pro Anfrage verbraucht pro Anfrage acht Operationen, Follow-ups über zehn Tage noch einmal mehr. Bei 30 Anfragen im Monat ist das übersichtlich. Bei 300 oder bei Abläufen, die stündlich etwas prüfen, wird das Kontingent schnell knapp, und der nächste Tarif ist fällig. Dazu kommt: Ihre Daten laufen durch die Make-Infrastruktur. Sie wählen die Region, aber nicht den Server.
n8n können Sie als Cloud-Dienst nutzen oder auf einem eigenen Server betreiben. Beim Cloud-Angebot zählt ein kompletter Durchlauf als eine Ausführung, egal wie viele Schritte er hat. Auf dem eigenen Server zahlen Sie den Server und sonst nichts; die Lizenz erlaubt den Betrieb für den eigenen Geschäftsbetrieb ohne Gebühr. Ein Ablauf mit 20 Schritten kostet dann so viel wie einer mit zwei.
Fachlich kann n8n mehr: eigene Logik in JavaScript, Verzweigungen, Schleifen, Fehlerbehandlung, Anbindung an jede Schnittstelle, auch wenn es keinen fertigen Baustein gibt. Für einen Weg von der Anfrage bis zur Rechnung, mit Freigabeschritt, Wartezeiten und Ausnahmen, ist das der Unterschied zwischen „geht irgendwie“ und „geht sauber“.
Der Preis dafür ist Verantwortung. Ein eigener Server will Updates, Backups und jemanden, der hinschaut, wenn etwas hakt. Die Lernkurve ist steiler als bei Make. Wer das nicht selbst machen will, braucht jemanden, der es übernimmt.
Zapier ist der einfachste Einstieg und bei vielen Durchläufen der teuerste. Für zwei, drei kleine Verbindungen in Ordnung. Für einen durchgehenden Ablauf mit Freigaben und Nachfassen würde ich es nicht wählen.
Automation Business ist ein Ablauf mit acht Stationen, einem Freigabeschritt und drei Follow-ups über zehn Tage. Pro Anfrage sind das schnell 20 bis 30 Schritte. Nach Operationen abgerechnet wäre das bei einem Betrieb mit 50 Anfragen im Monat teurer als nötig. Bei n8n auf einem Server in einem EU-Rechenzentrum kostet das Hosting einen festen Betrag im Monat, egal wie viele Anfragen kommen. Die Wartung übernehme ich, damit Sie keinen Server verwalten müssen. Wer das lieber selbst betreibt, bekommt die Installation auf eigener Infrastruktur.
Make ist deshalb nicht schlecht. Für einen Betrieb mit zwei Automatisierungen und ohne Dienstleister ist es oft die richtige Wahl. Es ist nur das falsche Werkzeug für einen durchgehenden Vertriebsablauf, der jeden Tag läuft.
15 Minuten: Ich schaue auf Ihren Ablauf und sage Ihnen, was sich automatisieren lohnt und was nicht. Kostenlos, unverbindlich, ohne Fachchinesisch.